Mit dem Hund auf Du und Du
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Ausgabe 01/2017 - Das Hundekind

Das Hundekind - ein (Hunde)Leben lang

Autorin: Kathrin Richter, 14.04.2017

Die Entscheidung für ein Hundekind als neues Mitglied in unserer Familie bedeutet nach primären Überlegungen zur Adoption = Liebe, Achtung und Respekt - vom ersten Tag an!
Grundlage dieses Artikels ist das Buch von Kathrin Richter: "Ein Welpe zieht ein!"

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Mit Herzblut für die Rasse

Autorin: Birgit Jürs, 14.04.2017

Mein Herz schlug eigentlich für einen schwarzen Schäferhund, aber die Gesundheitsaspekte und die Aufzucht gefielen mir persönlich nicht. Also begann ich mit der Recherche, deren Grundpfeiler waren: ..."

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Geschäft Qualzucht

Autor: Christoph Jung, 14.04.2017

Heute kann sich jeder mit ein paar Klicks informieren. Selbst wer nur kurz ins Internet reinschaut erfährt, wie es um die Gesundheit von Mops, Bully & Co. bestellt ist. Man muss schon aktiv wegschauen, um nicht von schweren Atemproblemen, juckenden Falten, glubschigen Augen oder Keilwirbeln Kenntnis zu nehmen....
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Jay Jay, gesehen, verliebt, adoptiert

Autorin: Kathrin Richter, 14.04.2017

Sie fiel uns auf, weil sie zwei mal kurz hintereinander vermittelt werden sollte. Da war sie gerade 4 Monate alt.
Ich habe sie in ihrem vorherigen Zuhause besucht und sie hat mich angeknurrt und ist weggelaufen.
Ich glaube, dass ist es gewesen ... 

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Dem ist langweilig

Autorin: Ute Rott, 14.04.2017

Von Rüpeln, die Trainerkollegen dazu gemacht haben ... Der Hund kommt rein, sein Herrchen kann sich kaum auf den Beinen halten, so extrem zieht er. Die Leine kommt ab: er springt mich an wie irre, hopst um mich rum, zerrt an meiner Jacke.... nicht lustig.
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Die Welpensaison in Kroatien

Autor: Ralf Schillo, 14.04.2017

Ich fand im Müllcontainer einen Pappkarton mit 9 Welpen. Ca. 10 Tage alte Tornjakmixe. Eine Woche später am gleichen Container einen angefahrenen Welpen mit gebrochenem Bein und noch eine Woche später drei Schnauzerwelpen.
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Gesund und munter

Autorin: Yvonne Cherubini, 14.04.2017

Worauf schon vor der Adoption eines Hundekindes geachtet werden kann - eine gesunde liebevolle Kinderstube.
Über die Gesundheit seines Hundekindes sollte man einige wissen ...
Zähne, Knochen, Ernährung, Entwurmung, Impfung, Notfallapotheke ...
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Edel sei der Mensch

Autorin: Kathrin Richter, 10.12.2016

....die Hunde (Tiere) unserer Zeit sind von uns anhängig – hier und jetzt. Ob Züchter, Tierschützer oder (Hunde) Mensch, alle tragen wir gemeinsam die Verantwortung. Diese Verantwortung reicht weiter als nur bis zur eigenen Haustür. Dahingehend getroffene Entscheidungen eines jeden Einzelnen haben immer weiterreichende Konsequenzen - PRO oder CONTRA Hund!
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Mein Anliegen:

... ist die Information über und Weitergabe von Wissen zum Hund/Caniden allgemein und die notwendige Aufklärung über Irrtümer, Fehlinformationen und überholte Ansichten!
Bei der Themenwahl orientiere ich mich an Fakten der Mensch-Hund-Beziehung.
Geplant ist alle viertel Jahre ein Journal zu einem spezifischen Thema herauszugeben!
Unterstützung erhalte ich dabei von Wissenschaftlern, Hundetrainern, Tierärzten, Tierheilpraktikern, Tierschützern sowie von Hundemenschen!

Vielen Dank!

Journal-Team

Initiatorin des Pfotenpenne - Journals
Hundetrainerin, Ernährungsberaterin
Tierheilpraktikerin
Züchterin, Hundetrainerin

Special Gast

Diplom-Psychologe Publizist

Das Hundekind - ein (Hunde)Leben lang

Autorin: Kathrin Richter, 14.04.2017

Die Entscheidung für ein Hundekind als neues Mitglied in unserer Familie bedeutet nach primären Überlegungen zur Adoption = Liebe, Achtung und Respekt - vom ersten Tag an! 
Grundlage dieses Artikels ist das Buch von Kathrin Richter: "Ein Welpe zieht ein!"


Über 30 Tausend Jahre begleitet der Hund schon den Menschen

Also ist des Menschen Wunsch, einem Hundekind ein zu Hause geben zu wollen gar nicht so neu und ungewöhnlich.

Wächter, Jäger, Beschützer, Gefährte, Freund und Spielkamerad sind nur einige der vielen Aufgaben und Jobs, die ein Hund in einer Familie übernehmen kann und möchte. Ein Hund ist für das Zusammenleben in einer sozialen Gemeinschaft wie die der menschlichen Familie immer ein Gewinn - kann er doch mit seinem natürlichen Wesen und seiner Empathie Ruhe und Entspannung verbreiten und uns Menschen helfen, das naturnahe Leben wiederzuentdecken. Die jahrtausend alte Partnerschaft zwischen Mensch und Hund hat außerdem dazu geführt, dass der Hund sich als ein Teil der menschlichen Familie versteht. Die Wissenschaft hat gar erwiesen, dass er sich eher an seine Menschen orientiert als an einen Artgenossen - der Mensch ist also der Sozialpartner Nr. 1 für seinen Hund.

Kann die Familie DIESE Verantwortung tragen - Sozialpartner Nr. 1 zu sein?

Darüber sollte sich jede Familie im Klaren sein, die ein Hundekind aufnehmen möchte - denn, auch wenn es so einfach scheint, bedeutet ein Hundekind immer Veränderung und Verantwortung, für die alle bereit sein müssen!.

- Wollt und könnt Ihr Euch einlassen auf das Abenteuer Hund, in guten wie in schlechten Tagen und das sein Leben lang?
- Wollt und könnt Ihr Euch über lange Zeit Verantwortung tragen und damit auch Abstriche machen – egal in welcher Richtung - von Eurem bisherigen Leben?
- Wollt und könnt Ihr einen Hund lieben und ihn als ein fühlendes Lebewesen mit individuellen körperlichen und seelischen Bedürfnissen respektieren?

Diese grundlegenden Fragen sollten immer vor der Adoption auf den Diskussionsplan der Familie stehen und erst wenn sie eindeutig mit einem "Ja" beantwortet wurden kann die Planung in die nächste Phase gehen.
Es sind weiterer Fragen zu klären, etwa die nach allergischen Reaktionen der Menschen auf Hundehaare, ist Hundehaltung in der Wohnung überhaupt erlaubt oder wie steht die Nachbarschaft zu einem Hund? Ist das Wohnumfeld insgesamt für einen Hund geeignet und wo werdet Ihr Gassi gehen ...???

Die Adoption eines Hundekindes will also wohl überlegt sein!

Jede bedachte Kleinigkeit kann das Zusammenleben später angenehmer gestalten oder eben vor einer beiden Seiten nur Ungemach bringenden Fehlanschaffung bewahren.

Sich über die Rasse Eures neuen Familienmitgliedes Gedanken zu machen ist legitim - vielleicht stöbert Ihr dafür mal in einem Rasselexikon und überlegt, welcher der dort vorgestellten Hunde in Eure Familie passen könnte. Modeerscheinungen und andere Leute sind nicht immer die besten Ratgeber. In dieser Ausgabe findet Ihr einen Artikel von Christoph Jung zum Thema Qualzucht, äußerst lesenswert (nicht nur) für Familien mit einem Hundekinderwunsch! Auch solltet Ihr überlegen, ob ein Hund aus dem Tierschutz bei Euch ein zu Hause finden könnte - da kann ich Euch den authentischen Bericht von Ralf Schillo ans Herz legen über die Welpensaison in Kroatioen.
Welches Hundekind letztendlich bei Euch einzieht, dass entscheidet Ihr ganz allein - genauso wie Ihr auch allein die Verantwortung für dieses Hundekind tragt und zwar ein ganzes Hundeleben lang!

Verantwortung ein Hundeleben lang

Diese Verantwortung endet nie, auch darüber solltet Ihr Euch im Klaren sein! Das Zusammenleben mit einem Hund ist wie das Leben allgemein, man kann niemals genau vorhersagen, welche Menschen uns begegnen oder was morgen passiert. Ein Hund lebt im Hier und Jetzt und genau das solltet auch Ihr als Hundemenschen Euch zu eigen machen! Lebt mit Eurem Hund bewußt jeden Tag, freut Euch über Euer Zusammensein, entdeckt einander und wachst miteinander. Dies sind die besten Voraussetzungen sich gegenseitig kennen zu lernen, zu respektieren und zu akzeptieren!
So baut Ihr zueinander eine Bindung auf, die einer Mutter-Kind-Bindung gleicht.
Euer Hund wird Euch lieben und Euch vertrauen! Wenn Ihr für seine körperlichen und seelischen Grundbedürfnisse sorgt, dann werdet Ihr nie einen Grund haben, daran zu zweifeln!
Ihr seid seine Familie, das Wertvollste was er nun hat in seinem Hundeleben! Es liegt in der Natur eines jeden Hundes, eine Bindung mit dem Menschen eingehen zu wollen. Ihr als Menschen seid dafür bereit, wenn Ihr Euren Hund liebt, ohne Bedingungen an seinen Charakter, sein Aussehen, seine Herkunft zu stellen – sondern einfach nur, weil er Euer Hund ist!

Bindung läßt sich weder durch Training noch auf Befehl aufbauen

Bindung ist also Liebe, die man weder erkaufen noch erzwingen kann. Wenn Ihr bedenkt, dass ein Hundekind Euch freiwillig seine Liebe schenkt, dann geht behutsam mit dieser Zuneidung um. Gerade wenn es um die Erziehung Eures Welpen geht vergesst niemals, dass der Kleine Euch vertraut und darauf baut, dass Ihr ihm Eure Welt zeigt und ihm helft, sich darin zurechtzufinden.
Es passiert bei Euch, in Eurem Zuhause und in Eurem sozialen und gesellschaftlichen Umfeld und nicht irgendwo in einer Institution, auf einem Hundeplatz oder wo auch immer!
Sucht bitte nicht nach der super Erziehungsmethode - es gibt sie nicht! Durch die Anwendung bestimmter Methoden und Trainings erreicht Ihr bei Eurem Hund nur eins - er funktioniert, aber er vertraut Euch nicht mehr! Gehorsamkeitsübungen, wie Sitz, Platz und Fuß sind Dressur und haben nichts mit Erziehung zu tun!

Erziehung ist unspektakulär

Erziehung findet immer dort statt, wo eine Familie, ein Mensch und Hund zusammen leben, wo man zusammen ist, gemeinsam aufsteht, spazieren geht, spielt, usw. Die Erziehung Eures Hundekindes ist also ganz alltäglich und selbstverständlich und irgendwie unspektakulär. Fünf Säulen einer guten Erziehung spielen bei der Förderung der Entwicklung Eures Kleinen eine bedeutende Rolle und können als Grundsätze Eures guten Miteinanders angesehen werden:
- Emotionale Wärme
- Achtung und Respekt
- Kooperation
- Struktur und Verbindlichkeit
- Umfangreiche Förderung
Was diese Säulen genau beinhalten sowie viele weitere Gedanken und Anregungen für Euer gemeinsames Leben mit Eurem Hundekind könnt Ihr in meinem Buch "Ein Welpe zieht ein!" nachlesen!

Außerdem lade ich Euch ein, in den weiteren Artikeln dieser 1. Ausgabe des Pfotenpenne-Journals zu stöbern!
Dabei wünsche ich Euch viel Spaß!

Kathrin Richter


Kontakt:

Via Facebook: Klick:
Pfotenpenne
Mail:
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Homepage:
www.pfotenpenne.de
www.vierbeinerforum-rostock.de
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Radiosendung beim NB Radiotreff 88.0

Vita

Aufgewachsen in einer Familie mit Schäferhunden (Zucht, Ausbildung) habe ich selbst Deutsche Schäferhunde gezüchtet und ausgebildet. Außerdem leitete ich über viele Jahre einen eigenen Verein und war dort verantwortlich für verschiedene Sportarten. Noch während der tierpsychologische Coachingausbildung gründete ich die Privatinitiative Pfotenpenne, das Vierbeinerforum Rostock mit einem jährlichen wissenschaftlichen Symposium folgte. Ich bin verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder!
In unserem Haushalt leben immer mehrere Hunde verschiedener großer und kleiner Rassen und 2 Katzen. Außerdem gehören zu unserer Familie eine kleine Schafherde und weitere Haustiere.

MIt Herzblut für die Rasse ...

Autorin/Fotos: Birgit Jürs, 14.04.2017

Züchterin Birgit-Colette Jürs brennt für die Rasse Golden Retriever


Welches ist "meine" Rasse?

Angefangen hat es bei mir zu Beginn der 90er Jahre mit einem Hundewunsch, denn da konnte ich es umsetzen, einem Hund gerecht zu werden.
Mein Herz schlug eigentlich für einen schwarzen Schäferhund, aber die Gesundheitsaspekte und die Aufzucht gefielen mir persönlich nicht. Also begann ich mit der Recherche, deren Grundpfeiler waren:
- Ein nicht zu kleiner Hund ...
- Mit dem ich jede Menge Outdoor-Aktivitäten machen kann ...
- Der gesund ist ...
- Der über einen eigenen Willen verfügt ...
Irgendwann stiess ich auf die Rasse Golden Retriever und nachdem ich das große Rasseportrait von Pat Bush gelesen hatte, wusste ich diese Rasse soll es sein. Ich fand einen Jungrüden, der zu seinem Züchter zurückgegeben wurde.
Leider starb er, Tommy, viel zu früh an einem Herzleiden. Trotzdem war ich von der Rasse überzeugt, vom Wesen und Charakter der Hunde - sie sind und bleiben eben Jagdhunde. Im Jahr 2000 zogen dann zwei Rüden bei mir ein, Devon und Dexter. Ich habe sie selbst auf die Welt geholt und das war schon ein tolles Erlebnis.

Anforderungen Zulassung und Zucht

Dann setzte ich mich mit den Anforderungen für eine Zuchtzulassung auseinander. Folgende Punkte müssen bei jedem Zuchthund abgearbeitet werden:
- Gesundheitsuntersuchung = HD / ED Röntgen und Auswertung sowie Augenuntersuchung
- Wesenstest
- Zuchtzulassungsprüfung
- Ausstellungen
- Weitergehende Prüfungen wie z.B. Begleithundeprüfung, Dummyprüfungen oder jagdliche Prüfungen

Nicht jeder Hund besteht diese Vorgaben, was nicht heißt das er nicht ein tolles Tier ist, nur eben halt kein Zuchthund nach Vorgaben des Zuchtvereines. Dexters erste Welpen wurden im Jahr 2002 geboren und da war es um mich geschehen, ich war nun Züchter! Nach einigen Überlegungen und einer gehörigen Portion Bauchgefühl zog eine Hündin bei mir ein, mit der ich dann die Zucht unter dem Zwingernamen "von der Haake" begann.
In der Zwischenzeit bin ich beim O-Wurf angekommen. Bei der Planung eines Wurfes schaue ich mir Rüde und Hündin genau an und checke neben Ahnentafel, Befunden und Prüfungen auch mit ganz viel Bauchgefühl, ob Beide zueinander passen.
Bei mir bekommt die Mutterhündin ihre Welpen auf der Couch inmitten der Famile, alle sind dabei, alle helfen und alle freuen sich. Die Rüden schieben Wache und gucken bei jedem Piepser ob sie helfen können, dieg ganze Familie kennt den Ablauf und weiß, dass ich als Chefin das schon regele. Wenn die Welpen da sind ziehen wir in das Welpenzimmer. Während der Aufzucht – also in den 8 Wochen, schlafe ich die ganze Zeit bei den Babies, damit ich immer da bin. Die Welpen öffnen nach ca. 2 Wochen die Augen und Ohren und ab dann wird es spannend, weil sie anfangen, die Welt zu erkunden. Sie dürfen durch das ganze Haus laufen und kennen daher auch alle Geräusche und sind mitten im Leben dabei. Die tierische Familie ist immer um die Babies herum, dadurch lernen sie von klein auf alle Altersstufen kennen und wissen auch das man die Oldies nicht ständig belästigen darf, in den Jüngeren haben sie ihre Erzieher und die Katzen sind auch immer „mittenmang“ und bringen den Welpen spielerisch bei wie man mit Katzen umzugehen hat. Meine vierbeinigen Kinder sind großartig und ich liebe jedes einzelne von ihnen!

Welpenkäufer - eine ganz spezielle "Rasse"

Welpeninteressenten melden sich telefonisch und wir vereinbaren einen Kennlerntermin. Hierbei erfrage ich das Umfeld, was sie von dem Hund erwarten, wie viel Zeit sie in das Tier investieren wollen. Mich interessiert alles, denn sie bekommen mein Herzblut.
Bei solch einem Gespräch erfolgt auch eine ausführliche Beratung, denn die wenigsten wissen das es sich um einen Jagdhund handelt. Welpeninteressenten lege ich immer das Rasseportrait von Pat Bush ans Herz ,denn das behandelt das spezielle Wesen und die Eigenschaften des Golden Retrievers sehr detailliert.
Auch spielt die Chemie zwischen den Interessenten und mir eine Rolle und ich habe schon sehr oft gesagt: "Vielen Dank für den Besuch aber sie bekommen keinen Welpen von mir!" Der Welpe wird mit 8 Wochen und einem Tag an seine neuen „Eltern“ übergeben mit Futteranleitung und vielen weiteren Informationen und natürlich dem Hinweis - es ist ein Baby, was erst lernt! Nach der Abgabe stehe ich immer mit Rat den neuen Besitzern zur Verfügung und es ist keine Seltenheit, dass in den ersten vier Wochen nach Einzug des Babies das Telefon mehrmals täglich klingelt und Fragen gestellt werden. Das gehört dazu. Auch gebe ich immer mit auf den Weg, dass das Baby  bei mir immer ein Zuhause hat und sollte sich das Leben der neuen Hundeeltern aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse ändern, kommt der Hund zu mir zurück. Leider musste ich auch schon zwei mal Hunde zurückholen! Meine Drohung an die neuen Hundeeltern, wehe wenn es meinem Baby bei euch nicht gut geht, dass ich dann ich zur Bestie werden, können so einige bestätigen.

Reich werden kann ich nicht mit meiner Zucht, die Kosten, bis man einen Hund in der Zucht hat, überschreiten um ein vielfaches die 1000-Euro-Grenze. Einen Wurf aufzuziehen bedeutet nicht nur (gutes) Futter sondern auch Impfen und Chippen. Rasseechtheitszertifikate (Ahnentafeln) und Wurfabnahme durch den Verein sind kostenintensiv und natürlich auch die Decktaxe für den Vater muss bezahlt werden.
Züchten bedeutet für mich eine Lebenseinstellung und es geht mir um die Hunde, ihre Gesundheit - um die Erhaltung der Rasse mit ihren hervorragenden Eigenschaften! Ich verstehe mich als Hüter der Rasse und setzte mich mit meiner ganzen Kraft, meinem Wissen und der Liebe zu meinen Tieren für eine seriöse gesunde Zucht ein!

Birgit Jürs


Kontakt:
Mail:
b.c.juers@aol.de

Vita

Ich lebe in Schleswig-Holstein mit meinen 8 Golden Retrievern und 2 Katzen, bin ledig – irgendwie habe ich den richtigen Mann noch nicht gefunden. Hauptberuflich bin ich Key Account Manager in einem international tätigen Exportunternehmen, denn das Futter für meine vierbeinigen Kinder muss verdient werden, hinzu kommt dann das Hundetraining. Meine vierbeinigen Kinder sind ausserdem gern gebuchte Darsteller für Filme, TV-Spots und Werbung, sie finden diese Jobs immer ganz großartig denn sie sind die Stars und werden von allen so behandelt. Meine Leidenschaft neben den Hunden und Katzen ist das Meer und Sonne, bei den sportlichen Aktivitäten wie Radfahren, Inline-Skating, Eisessen begleiten mich natürlich die Hunde.

Geschäft Qualzucht

Autor/Fotos: Christoph Jung, 14.04.2017

PETWATCH - in einem Blogbeitrag schrieb Christoph Jung im März 2016:
Der älteste, wichtigste und größte Rassehundeverband der Welt, der britische "The Kennel Club" hat Ende Februar 2016 seinen Bericht über die Gesundheit der Rassehunde veröffentlicht. Er basiert auf den Zahlen für 2014 und ist der zweite nach 2004. Wir können also die Zahlen vergleichen - sofern für eine Hunderasse überhaupt ausreichend Zahlen vorgelegt werden. Die erste erschreckende Bilanz: Von 2004 auf 2014 hat die durchschnittliche Lebenserwartung der Rassehunde um 11% abgenommen Statt einer Lebenserwartung von 11 Jahren und 3 Monaten hat ein Rassehund heute nur noch 10 Jahre zu leben. ...


Die Rassehundzucht steht auch 2017 nicht besser da!

Heute kann sich jeder mit ein paar Klicks informieren. Selbst wer nur kurz ins Internet reinschaut erfährt, wie es um die Gesundheit von Mops, Bully & Co. bestellt ist. Man muss schon aktiv wegschauen, um nicht von schweren Atemproblemen, juckenden Falten, glubschigen Augen oder Keilwirbeln Kenntnis zu nehmen. Warnungen vor Hundehändlern sind unübersehbar.

Trotzdem erleben die brachyzephalen Hunderassen in den letzten Jahren einen Boom. Und mit ihnen die Kliniken, die von der Reparatur der Qualzuchtopfer leben. Die Lebenserwartung eines Bulldogs liegt bei 5-6, eines französischen Bullys bei 9 Jahren; so Daten des britischen Kennel Clubs. Die Missstände in der Zucht nehmen den Hunden locker 5 Jahre ihrer Lebenserwartung. Es sind aber keineswegs nur solche Hunde, die unter uns Menschen leiden mussen.
Jeder zweite Dobermann erkrankt an einer meist schweren, aber vermeidbaren Erbkrankheit


Mitten in Deutschland praktiziert der weltweit führende Dobermann-Verein.

Er züchtet seit Jahren wissentlich mit einer erblich bedingten, meist tödlichen Herzkrankheit, der Dilatativen Kardiomyopathie. Dabei sitzen einen Steinwurf vom Vereinssitz entfernt international führende Kardiologen auf diesem Gebiet. Das Team um Dr. Wess von der LMU-München hat in umfangreichen Studien nachgewiesen, dass jeder zweite Dobermann die Krankheit im Laufe des Lebens entwickelt. Den Dobermann-Verein schert das nicht. Und er stellt in seiner Ignoranz keine Ausnahme dar.

Nach Schätzungen des Autors ist das Leid, das durch wissentliche Zucht mit Carriern schwerer Erbkrankheiten erzeugt wird, noch gravierender als die evidenten Leiden durch extreme Übertreibungen einzelner Merkmale, durch Gigantismus oder Zwergenwuchs.
Selbst bei Arbeitshunderassen wie dem g Sibirian Husky sehen wir die Optimierung auf kurze Sprints, die Gebäude wie Thermoregulation aus dem Ruder bringt. Hinzu kommt noch die chronische Inzucht in weiten Teilen der Rassehundezucht.

Das Tierschutzgesetz als totes Recht

Die Öffentlichkeit schweigt. Der Staat schaut weg. Nach Kenntnis des Autors gibt es keine Verurteilung eines Hundezüchters oder Zuchtvereins wegen dieser systemischen Missstände, die man als organisierte Tierquälerei bezeichnen kann, ja muss. Hie und da werden Züchter auf Schadensersatz gegenüber einzelnen Käufern verurteilt, aber immer nur im Einzelfall.
Die Zuchtvereine bleiben völlig unbehelligt, das Zuchtsystem wird aus der Verantwortung genommen. Dabei sind die Probleme spätestens seit 1999 in Berlin aktenkundig. Im von der Bundesregierung beauftragten Qualzuchtgutachten werden alle wesentlichen Missstände bereits benannt. Aber sie werden bis heute in der züchterischen wie juristischen Praxis ignoriert. Eine Umsetzung dieses Gutachtens würde allerdings eine einschneidende Wende zugunsten des Wohls der Heimtiere bedeuten.

Jeder kann einen Zuchtverein gründen

In Deutschland ist das Zucht- und Handelsgeschehen rund um den Hund unreguliert. Es gibt lediglich Vorschriften für Zwingergrößen, Mindestalter im internationalen Welpenhandel oder die Maßgaben des Tierschutzgesetzes. Ansonsten kann jeder einen Hundezuchtverein gründen und nach seinem Gusto Hunde vermehren.
So gibt es in Deutschland alleine zwei Dutzend Verbände, die den Anspruch erheben, internationaler oder gar Welthundezuchtverband zu sein. Solche "Zuchtverbände" kann man als Dienstleister für unseriöse Züchter ansprechen, um mit schmuckvollen Championaten und "Papieren" die Welpenkäufer zu beeindrucken.

Eine Gurke wird strenger kontrolliert als die Hundezucht

Der EU mag man vieles vorwerfen können, mangelnden Regulierungseifer jedoch nicht. Bei der Hundezucht ist das anders. Während Form, Farbe und Größe eines Apfels oder einer Tomate in seitenlangen Pamphleten bis ins Detail reguliert sind, finden wir zur Hundezucht: Nichts. Per Reformen in einzelnen Verbänden wird eine Wende in der Hundezucht kaum durchsetzbar sein. Käufer gibt es für billigere Welpen immer. Wahrscheinlich würde nur der EU-weite Hundehandel ausgeweitet, der bereits heute etwa die Hälfte des Marktes bedient. Es bedarf daher einer gesetzlichen Festlegung der Mindeststandards in der Zucht samt praktikabler Bestimmungen zu deren strafbewehrten Durchsetzung, ein EU-weites Heimtierzuchtgesetz.

Der Markt steht gegen das Wohl der Hunde

Warum wird es nicht gemacht, obwohl Vorschläge für ein solches Gesetz seit Jahren auf dem Tisch liegen? Es gibt überaus mächtige Interessengruppen dagegen. Die Agrar- und Nahrungsmittellobby, zu deren Töchter die führenden Heimtierfutter-Marken zählen, hat kein Interesse an einer verschärften Tierschutzgesetzgebung, jedoch großen Einfluss in Brüssel und Berlin. Das System der industriellen Fleischproduktion soll nicht angetastet werden. Zudem könnte der Bestand an Hunden zurückgehen, wenn die Zucht anspruchsvoller und damit die Anschaffungskosten höher würden. Für die Petfood-Töchter würde der Markt kleiner. Das würde auch die Kleintier-Veterinäre und die Vetpharmabranche treffen. Auch sie profitieren rein ökonomisch gesehen an diesem unregulierten Markt zulasten der Hunde. Etliche Kleintierpraxen oder Kliniken wären in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet.

Der gesunde Hund hat keine Lobby.

Alle Anbieter im 5 Milliarden Hundemarkt profitieren an uns extrem kranken Freund. Der Hund ist unser bester Freund. Heute ist wissenschaftlich belegt, dass er unserer Psyche und Gesundheit gut tut. Seit der Steinzeit ist er Teil unserer Evolution und vielleicht auch ein stückweit Teil unserer Identität. Er hat es verdient, dass wir für ihn sorgen, eben wie für einen besten Freund.

Christoph Jung


Kontakt:

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Mail:
kontakt@christoph-jung.de

Vita

Christoph Jung ist Diplom-Psychologe. Er studierte Biologie und Psychologie in Bonn bei Reinhold Bergler, dem Begründer der deutschen Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung. In einer Reihe von öffentlichen Gremien trat er für eine Wende in der Hundezucht ein. Zusammen mit Daniela Pörtl hat er 2015 das Buch "Tierisch beste Freunde: Mensch und Hund - von Streicheln, Stress und Oxytocin" veröffentlicht, das mit einem interdisziplinären Ansatz die Co-Evolution und die Gesetzmäßigkeiten dieser einmaligen, so wundervollen Beziehung erforscht.

Christoph Jung referiert am 17.06.2017 beim 3. VIerbeinersymposium in Rostock zum Thema: "Wie und warum fanden Mensch und Wolf zusammen!"
Mehr dazu: Klick hier!

Jay Jay, Gesehen, verliebt, adoptiert ...

Redaktion: Kathrin Richter 14.04.2017 (Foto mit freundlicher Genehmigung von C.)

Conny, eine Hundefrau aus dem Norden erzählt, wie das Schicksal sie zu Jay-Jay führte.

JayJay mit 4 Monaten

Redaktion: Danke, dass Du uns ein paar Fragen zum Thema Hundekind - Dein Hundekind beantwortest!

Conny; Kein Problem, mach ich gerne!

Redaktion: Du hast heute 2 Hunde, JayJay kam als Welpe zu Dir, hattest Du schon Erfahrung mit einem so jungen Hund?

Conny; Nein, hatte ich nicht. Mein erster Hund Sam kam mit 1 1/2Jahre von der Norddeutschen Tierhilfe zu uns und eigentlich wollte ich gar keinen 2. Hund! Mein Partner und ich hatten zwar mal drüber gesprochen ....

Redaktion: Achso und dann kam doch alles anders?

Conny; Sie fiel uns auf, weil sie zwei mal kurz hintereinander vermittelt werden sollte. Da war sie gerade 4 Monate alt.

Redaktion: Also gesehen und gehört und dann los?

Conny; Ich habe sie in ihrem vorigen Zuhause besucht und sie hat mich angeknurrt und ist weggelaufen. Ich glaube, dass ist es gewesen ... 
Nachdem ich mich auf die Erde gesetzt hatte, kam sie ganz vorsichtig und wir konnten uns kennen lernen.
Sie hat ein ganz ruhiges, sanftes und vorsichtiges Wesen.

Redaktion: Und bei Dir zu Hause ging es so sanft und ruhig weiter?

Conny; Die Eingewöhnung bei uns war, wenn wir da waren, gut - aber allein hat sie vieles zerfressen. Ganz besonders Bettwäsche, Schuhe und Matratzen hatten es ihr angetan. Zum Glück blieben die restlichen Möbel heil. Das war ziemlich schrecklich. Irgendwann hörte es schlagartig auf.

Redaktion: Was denkst Du heute, warum hat sie das gemacht?

Conny; Sie hat bei uns ihr drittes wenn nicht sogar viertes Zuhause. Das dauert natürlich mit dem Ankommen - ganz klar. Sie musste erst einmal merken, dass sie bei uns auch wirklich willkommen ist und nicht gleich wieder weg muss. Dazu war sie auch noch sehr jung. Geliebt wurde sie von Anfang an! Vielleicht hat es nur etwas gedauert, es ihr auch wirklich zu zeigen und spüren zu lassen, dass sie es verstanden hat

Redaktion: Habt Ihr mit JayJay eine Hundeschule besucht?

Conny; Nein. Ich glaube auch nicht, dass wir dadurch was versäumt haben. Schön wäre es gewesen, wenn sie von Anfang an einen Hundekumpel zum Toben gehabt hätte, so wie sie es gerne mag. Sam mag kein Spielbeissen, er rennt lieber um die Wette. Mittlerweile arrangieren sie sich Beide und JaJay hat jetzt einen Kumpel, mit dem sie auf ihre bevorzugte Art spielen kann. Der Kumpel kommt uns regelmäßig besuchen. Wir haben ein eingezäunter Grundstück und dann geht die Post ab!

Sam, Conny und JayJay

Redaktion: 2 Hunde und jeder ist anders, hat beispielsweise seine eigene Art zu spielen. Was haben JayJay und auch Sam Dich noch gelehrt?

Conny: Dass das Leben hier und jetzt ist! Wichtig ist es, so zu leben, dass wir glücklich sind, uns wohl fühlen und zusammen sind. Sam ist nun schon 8 und wird grau. Mir wird immer mehr bewusst wie kurz eigentlich unsere Zeit zusammen ist. Ich muss noch viel ruhiger, geduldiger und gelassener werden. Beide schaffen es doch immer mal, mich auf die Palme zu bringen. (Conny grinst :-) )

Redaktion: Was denkst Du, gefällt es Deinen Hunden bei Dir, sind sie glücklich?

Conny: Ich hoffe es. Manchmal denke ich, dass Beide es besser haben könnten. Gerade was die Erziehung und damit verbundenen Freiheiten angeht. Glücklich...... Hmmmmm ich denke eigentlich schon. Die Grundbedürfnisse sind für sie wichtig. Sie leben als Familienmitglied in meiner Familie, wo sie alt werden können. Sie werden respektiert.
Und das was ich gebe, bekomme ich zurück. Vertrauen geben, Liebe geben, Geborgenheit geben, Freiheit geben, Grenzen geben......Es gehört alles zusammen.

Redaktion: Also siehst Du Dich eher als "Elternteil" als der Boss für Deine Hunde?

Conny: Ich bin kein Bosstyp. ich möchte mit meinen Hunden zusammen nicht über ihnen Leben. Ich bin nichts Besseres nur halt anders.

Redaktion: Wenn Du heute Deine Hunde anschaust, was denkst und fühlst Du?

Conny: Ich würde alles wieder so machen. Keinen Tag habe ich bereut, die Beiden bei mir zu haben. Sie gehören zu mir, sind ein Teil von mir und meinem Leben. Ich liebe sie so wie sie sind und freue mich das sie da sind. Jetzt gerade denke ich: Endlich sind sie müde und schlafen :-) !

Redaktion: Was kannst Du zukünftigen Hundeeltern mit auf dem Weg geben?

Conny: Ein Hund sollte immer gut überlegt sein. JayJay war sogar mal als Welpe ein unüberlegtes Hochzeitsgeschenk. Das geht gar nicht! Sam war mit seinen Macken und Marotten ein ein guter Lehrmeister. JayJay ist dagegen sanft, nur wenn sie draußen das Grundstück bewacht dreht sie richtig auf! Das ist  ihr Job, den sie sich gesucht hat und den sie auch braucht, um mal Dampf abzulassen - dass hat sie mich übrigens auch gelehrt!
Es kann immer anders kommen als man es sich vorstellt, trotzdem sollte man nicht aufgeben und sich seiner Verantwortung stellen.

Dank Facebook konnte ich dieses Interview mit Conny im Chat führen. Danke, liebe Conny!

Dem ist langweilig

Autorin: Ute Rott, 14.04.2017 Fotos: Kathrin RIchter, Ute Rott

Von Rüpeln, die Trainerkollegen dazu gemacht haben


Erstgespräch mit Rüpel

Es ist wieder so weit - ich muß was loswerden.
Der Grund: Erstgespräch mit einer Familie, der Rüde ist ca. ein Jahr alt und gehört einer lebhaften, aktiven Rasse an, Lebendgewicht ohne ein Gramm Fett ca. 35 Kilo. Der Hund kommt rein, sein Herrchen kann sich kaum auf den Beinen halten, so extrem zieht er. Die Leine kommt ab: er springt mich an wie irre, hopst um mich rum, zerrt an meiner Jacke.... nicht lustig.
Ich mache ihm klar, daß ich das nicht möchte, seinen Menschen verstehen Gott sei Dank sehr schnell, daß sie dazwischen gehen und ihn abblocken sollen. Lauter Sachen, die ich auch nicht lustig finde, aber sonst ist meine Jacke Schrott und ich liege auf dem Hintern und wir erreichen nichts. Zu meinem Glück findet er die Vögel im Gebüsch noch interessanter als mich, vor allem wenn sie auffliegen. Dann springt er mit allen Vieren gleichzeitig in die Luft und kriegt sich kaum noch ein, weil blöderweise der Zaun ihn am Hinterherrennen hindert. Nach einer aufregenden Runde um den Hundeplatz - zweimal wird ein zunehmend dünnerer Haufen abgelegt -, bei der er nur rennt, rennt, rennt mit kurzen Stopps bei mir, um mich wieder anzuspringen, und bei den Büschen, um die Vögel aufzujagen, leinen wir ihn an und gehen in den Besprechungsraum.

Er zerrt und zieht - eine wahre Freude. Im Besprechungsraum findet er auch keine Ruhe, er rennt um den Tisch, schnüffelt hier und da, versucht, das Regal mit den Spielsachen auszuleeren, Blumenuntersetzer zu schrotten.... irgendwann gibt er sich mit einem Zottel zufrieden, den er gerne zerlegen darf. Nach über einer Stunde im Besprechungsraum legt er sich vollkommen erschöpft hin - ca. 10 Sekunden. Springt wieder auf, legt sich hin. Der Zottel wird wie wild rumgeschleudert. Von Entspannung kann keine Rede sein. Auch nicht für mich oder seine Menschen.

Was ist mit diesem Hund los?

Laut den vorhergehenden drei (!) Trainerinnen, ist er nicht ausgelastet und ihm ist langweilig. Also wird mit ihm jeden Tag mindestens 20, eher 30 Minuten gespielt. Was? Na logisch: Wurfspiele. Kong, alternativ Ball wegwerfen, wiederbringen, Würstchen kassieren, wegwerfen, wiederbringen........ usw. Dann noch mindestens eine Runde mit Suchspielen - immerhin muß er dabei denken! Und weil er ja so ein aktiver Hund ist, wurde mit ihm bereits ab Welpenalter täglich mindestens eine Stunde spazierengegangen - natürlich so wie Menschen das wollen. Nicht etwa langsam und mit viel schnüffeln. Himmel! Nein! Dann bestimmt er ja, wo´s hingeht............. Sondern eine Stunde stramm in flottem Tempo: wird ja ein großer, kräftiger Hund, der braucht Bewegung.

Das ist jetzt vorbei, weil er so zieht.

Selbst sein großes kräftiges Herrchen hat Probleme. Mit diesem Hund will niemand mehr spazieren gehen.
Hundeschule lief u.a. so ab: die anderen Welpen machten Übungen, er sollte zusehen, dann spazierengehen, einfach so.
Oder: Einzelstunden mit sitz, platz, fuß, bleib, sitz, platz, fuß, bleib....
Sozialkontakt? Fehlanzeige. Geht ja nicht, er ist ja so stürmisch, das hält ja keiner aus. Und solange er nicht "auf euch fixiert ist", geht das sowieso nicht.
Was bedeutet das? Logisch! Dauerhafter Blickkontakt. Ach ja, er wurde auch mit acht Wochen abgegeben, weil das macht man heute so. Ist wahrscheinlich besser für die Bindung.

So, es reicht. Natürlich können die Menschen nichts dafür. Aber ich frage mich allen Ernstes, was im Kopf von drei (3!!!) Kolleginnen vorgeht, die nicht mal in der Lage sind, wenigstens sowas wie: "ich gehe mit einem Welpen max. 5 Minuten pro Lebensmonat spazieren, Wurfspiele fördern das Jagdverhalten und sind außerdem schlecht für die Gelenke, Sozialkontakt muß langsam und freundlich aufgebaut werden" Welpenbesitzern nahe zu bringen. Wie kann man "Langweile" diagnostizieren, wenn ein Hund vor lauter Stress nicht mehr in der Lage ist, sich auch nur fünf Minuten ruhig zu halten? Dem armen Kerl spritzt das Adrenalin schon aus allen Poren, er ist ein einziger Schrei um Hilfe. Wenn er nicht bespaßt wird, springt er seine Leute an, nervt, beißt in den Arm.... tja warum wohl? Weil ihm langweilig ist? Hunden ist nicht langweilig, genauso wenig wie Kindern - außer man bringt es ihnen bei. Und es wäre mehr als begrüßenswert, wenn wenigstens Kolleginnen, die behaupten gewaltfrei zu arbeiten und auch entsprechende Ausbildungsstätten auf ihren Websiten angeben, solchen Unfug sein lassen würden. Wer dauerhaften Blickkontakt verlangt, der hat schlicht keine Ahnung von Kommunikation mit Hunden, und aufgrund von Rassezugehörigkeit zu behaupten, ein Hund wäre unterfordert, wenn man ihn nicht permanent bespaßt, läßt schon schwer an den Qualifikationen zweifeln.

Aber wie macht man's richtig?

Irgendwie muß man sich doch mit seinem Welpen oder Junghund beschäftigen? Die ersten zwei bis drei Wochen ist jeder Welpe, wenn er von seiner Mutter wegkommt und in einem fremden Zuhause einzieht, schlicht und ergreifend damit beschäftigt, seine neue Umgebung kennen zu lernen. Neue Menschen, neues Haus, neuer Garten, neuer Ort, neue Nachbarn, andere Regeln und Gewohnheiten, vielleicht auch anderes Futter, vielleicht sind Katzen da, Kinder..... das ist eine ganze Menge, was der Kleine da verarbeiten muß. Dazu kommt bei einigen noch der Trennungsschmerz, auch wenn der relativ schnell vorüber geht.
Manche meiner Kunden kommen zum ersten Termin nach dem Erstgespräch und erzählen mir, dass sie danach fix und fertig waren. So viel Neues, so viele Informationen, die sie erst mal verarbeiten mussten, und dann die Konzentration, man will ja nix verpassen. Dafür habe ich volles Verständnis. Aber für einen Welpen ist das noch viel extremer. Denn der macht das alles nicht freiwillig: weder den Wechsel von der Mama ins neue Zuhause, noch den Besuch in der Hundeschule, noch die Treffs auf der Hundewiese, noch irgendwelche Spaziergänge.....

Der braucht erstmal einfach nur Zeit, Ruhe und viel Geduld, Geduld, Geduld und noch mehr Geduld.

Das bedeutet, dass man ihn in aller Ruhe sein neues Heim erkunden lässt, man ist immer zur Stelle, damit er bei seinem Menschen Schutz suchen kann, und sorgt dafür, dass er Haus und Garten und die nähere Umgebung gut beschützt peu à peu kennenlernt. Das kann bedeuten, dass wir die erste Woche kaum den Garten verlassen, sondern uns tatsächlich nur in Haus und Hof aufhalten. Dann gehen wir mal raus auf die Straße und dort sehen wir uns in aller Ruhe die nähere Umgebung unseres Hauses an. Das muß nicht länger dauern als 10 Minuten.
Eine Freundin von mir ging die ersten Wochen mit ihrem Hund immer zum "Spazierenstehen".
Er stand an der Straße und betrachtete fasziniert die Autos, die vorbeifuhren. Dann braucht so ein Kind viel Schlaf und Ruhe. Manch ein Welpe verpennt täglich 18 Stunden. Das ist genau richtig. In seiner wachen Zeit läuft er einfach seinem Menschen hinterher. Schließlich muß er ja lernen, wie alles so läuft, wo was passiert.... das ist viel, unterschätzen Sie das nicht. Wenn man dann zwischen drin Leinenführigkeit übt, ein paar Abrufübungen und hin und wieder kurze Suchspiele macht, hat man genug getan. Und wie übt man Leinenführigkeit? Ganz einfach: die Leine ist solange, dass der kleine Kerl sich frei bewegen, es wird an der Leine nicht geruckt - auch nicht manchmal - man geht langsam, lässt ihm Zeit....

Und Abrufen? Das machen Sie doch sowieso. Sie rufen ihn mit einem freundlichen Signal zu sich, loben und belohnen ihn - fertig.
Was ich nie verstehen werde: warum bringen es so viele Leute nicht fertig, einfach mal ihrem Hund zuzusehen? Das ist wunderschön. Egal, wie alt ein Hund ist, es ist einfach spannend, was sie interessiert: ein Grashalm, ein Stein, der faszinierend riecht, ein Gebüsch, in das man mal kurz kriechen kann, ein Blatt, hinter dem Welpie herhopst, ein Vogel am Himmel, eine Hummel in einer Blume - alles wird bestaunt. Was macht er, wenn er einen Hund, eine Katze, ein Pferd sieht? Wie nähert er sich Menschen? Womit hat er ein Problem? Mit dem Gartenzwerg im Nachbarsgarten oder mit der Mülltonne vor der Tür? Was findet er schön? Mit seinem Menschen auf einer Wiese sitzen und alles in Ruhe erkunden? Nur zu, dass ist wunderbar.

Wer hat da noch Zeit, Bälle zu schleudern?

Oder andersrum: wann soll er das alles machen, wenn Sie ihn nur bespaßen? Und wenn er das alles kennt, wenn wir ein freundliches Alltagsmiteinander aufgebaut haben, wenn er weiß, dass wir immer für ihn da sind und ihn gut durch die Welt bringen, wenn wir seine Intelligenz, Konzentrationsfähigkeit und Geduld zum Beispiel mit Suchspielen gefördert haben, wenn er mit Hunden gut klar kommt, dann geht wahrlich die Welt nicht unter, wenn wir ihm mal einen Ball werfen - nur ist das dann meistens gar nicht mehr interessant.

Ute Rott


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Ute Rott
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Vita

Ute Rott lebt mit ihrem Mann und ihrem Hunden seit 2005 in Metzelthin in der Uckermark. Dort betreibt sie eine Hundeschule und vermietet Ferienwohnungen und Stellplätze für Reisemobile an Menschen mit Hunden. Die Ausbildung zur Hundetrainerin hat sie 2005 bei animal learn in Bernau am Chiemsee erfolgreich abgeschlossen. Sie ist Miglied im Fachkreis Gewaltfreies Hundetraining. Ihre Spezialgebiete sind: gewaltfreies Training zum Grundgehorsam, Verhaltensberatung und Verhaltenstherapie bei auffälligen Hunden, Mantrailing und Ernährung.

Die Welpensaison in Kroatien ...

Autor/Fotos: Ralf Schillo, 14.04.2017

Vor 10 Jahren wanderte Ralf Schillo mit seiner Familie aus -
ein Bauernhof ist heute nicht nur seine neue Heimat


Anfangs kamen nur Streuner ...

Vor 10 Jahren sind meine Frau und ich nach Kroatien ausgewandert. Wir haben einen Bauernhof in einem kleinen Bergtal gekauft. Die Gegend ist sehr arm und vorwiegend leben die Menschen hier von ihren Gärten, Feldern und dem Milchverkauf. Junge Leute gibt es kaum noch hier und zwei von drei Höfen sind schon lange verlassen. Wir brachten unseren Bordercolliewelpen Socke und drei Kater aus Deutschland mit. Innerhalb weniger Monate tauchten die ersten Streuner hier auf. In den nächsten Jahren hatten wir meist fünf, sechs oder sieben Hunde hier. Manche zogen weiter, neue tauchten auf, einige wurden wohl auch Opfer der Wölfe. Alles in allem noch zu händeln, bis sich dann im April 2011 alles auf einen Schlag änderte.

Welpen im Müllcontainer

Ich fand im Müllcontainer einen Pappkarton mit 9 Welpen. Ca. 10 Tage alte Tornjakmixe. Eine Woche später am gleichen Container einen angefahrenen Welpen mit gebrochenem Bein und noch eine Woche später drei Schnauzerwelpen.
So hatten wir auf einen Schlag 20 Hunde auf dem Hof und um 9 davon mussten wir kämpfen, um sie am Leben zu halten. Das ist uns auch fast gelungen, nur der kleinste hat es nicht geschafft. Uns war schnell klar, dass wir es nicht schaffen werden, alle Hunde zu halten.
Zum Glück fand ich über eine gemeinsame Bekannte (via Facebook) den Kontakt zu einer Tierschutzorga in Deutschland, die sich in der Folge um die Vermittlung der Hunde kümmerte.
Denn inzwischen hatte es sich wohl rumgesprochen, dass wir uns um Welpen kümmerten und die nächsten 5 flogen in einer Plastiktüte übern Zaun oder 4 standen im Pappkarton in der Einfahrt.

Der Hof wird niemals leer

Seitdem wird der Hof nicht mehr leer. Wir haben inzwischen drei große Gehege gebaut, ein Teil ist im Haus untergebracht und ein Teil lebt frei auf dem Hof. Seit Ende 2014 kümmere ich mich auch selbst um die Vermittlung, da sich vorgenannte Orga mehr oder weniger aufgelöst hat. Ich habe inzwischen eine große Community auf Facebook, die zum Teil Futterpatenschaften übernommen haben, Futter sammeln oder zumindest meine Vermittlungshunde teilen. Ohne diese Hilfe könnten wir das nicht aufrecht erhalten, denn die Schutzgebühr deckt bei weitem nicht die entstehenden Kosten. Insbesondere, weil ich die Hunde selbst nach Deutschland bis in ihr neues Zuhause bringe. Da kommen dann Touren zwischen 2.500 und 4.000 Kilometern zusammen.

Ein typisches Jahr

Es wird Frühling und wir sind froh, dass unsere Hunde die eisigen Temperaturen bei guter Gesundheit überstanden haben. Doch viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht.


Spätestens im April beginnt die "Welpensaison". D.h., die Welpen, die ab Ende Januar geboren werden, sind jetzt so groß geworden, dass sie nicht mehr von der Mutter gesäugt werden. Sie verlangen nun eigene Rationen und das will niemand aufwenden. Rüden können teilweise an Nachbarn und Freunde vermittelt werden, Mädels will niemand. Die werden im Wald ausgesetzt oder, wenn man es gut mit ihnen meint, auf der Müllkippe. Dort können sie evtl. ein paar Tage die Raben und Möwen überleben und vielleicht finden die Deutschen sie ja dort. Die fahren ja regelmäßig die Müllkippe an. Oder man bringt sie samt Mutter direkt dorthin. Die verlangen nämlich das Muttertier, um es zu kastrieren, damit nicht ein halbes Jahr später genau die gleiche Situation wieder eintritt.
Die andere Hälfte sind die Welpen aus dem Vorjahr. Sie sind jetzt ca. 9 Monate bis ein Jahr alt und müssten geimpft und gechipt werden. Das ist Vorschrift und die Amtsveterinäre fahren im Frühjahr von Hof zu Hof. Da hat man besser keinen Hund mehr oder nur den Welpen vom Nachbarn, der dann ein Jahr später den selben Weg geht. Im Herbst beginnt das gleiche Spiel.

Sommerwelpen und Feldhunde

Feldhunde sind die Rüden aus den Sommerwürfen, die bei der Impfaktion noch durch die Maschen schlüpfen können. Sie werden auf den Kartoffel-, Kohl-, oder Maisfeldern angekettet, um die Rehe fernzuhalten und vielleicht auch ein paar Wildschweine. Manche bekommen sogar eine Hütte gegen die brennende Sonne und den Regen. Aber lange nicht alle.

Wenn die Ernte eingebracht ist, braucht man sie nicht mehr. Man hat für das nächste Jahr ja schon wieder einen Welpen. Während die Welpen und Impfopfer gut zu sozialisieren sind, ist dies bei den Feldhunden schon mehr Arbeit. Sie haben jedes Vertrauen in die Menschen verloren und man muss es langsam wieder aufbauen. Den größten Teil dieser "Arbeit" erledigt zum Glück unser Rudel. Sie zeigen den Neuen zum einen die Regeln des Zusammenlebens auf und zum anderen, dass Menschen sich um sie kümmern und niemand sie fürchten muss. So entsteht in relativ kurzer Zeit wieder ein Vertrauensverhältnis, das, speziell von den Feldhunden, als große Erleichterung empfunden wird. Daneben tauchen von Zeit zu Zeit auch richtige Streuner auf, die sich von der Kette befreit haben, geprügelt wurden oder einfach nur vernachlässigt. Ein Teil von ihnen lässt sich auf das Rudelleben ein und bleibt, andere fressen sich nur ein paar Tage lang satt und ziehen dann weiter. Denn nicht jeder Hund möchte "gerettet" werden ...

Ralf Schillo



Leider ist Ralf am 24.11.2017
plötzlich verstorben.
Seine Frau Tihana führt sein Erbe in Brintje fort.

Gesund und Munter -
von den Zähnen bis zu den Zehen

Autorin: Yvonne Cherubini, 14.04.2017, Fotos:Kathrin RIchter, Yvonne Cherubini

Über die Gesundheit seines Hundekindes sollte man einige wissen ...


Worauf schon vor der Adoption eines Hundekindes geachtet werden kann - eine gesunde liebevolle Kinderstube

Am Besten ist es, wenn Du Dir die Zeit nimmst und den Züchter im Vorfeld besuchst. Schau Dir die Umgebung genau an, dann erst entscheide Dich, ob Du einen Welpen von diesem Züchter adoptieren willst. Achte schon bei Deinem ersten Besuch auf folgendes:
Dein erster Eindruck ist ganz wichtig: Was sagt Dein Bauchgefühl?
Wächst Dein Welpe in einem behüteten, liebevollen und vertrauenswürdigen Zuhause auf? Das ist die absolute Basis, die auf jeden Fall gegeben sein sollte! Die Mutter der Welpen sollte immer am gleichen Ort wie ihre Kleinen sein. Optimal ist es, wenn der Vater ebenfalls vor Ort ist oder ein weiteres fürsorgliches Alttier. Beobachte die Mutter eine Weile in ihrem Umgang mit den Welpen. Ihr Umgang sollte liebevoll, fürsorglich und beschützend sein.
Wie ist ihr Gemütszustand? Checke außerdem den Gesundheitszustand der Mutter: macht sie einen vitalen und gepflegten Eindruck? Wie ist ihr Ernährungszustand? Ihr Fell sollte dicht und glänzend sein. Die Augen klar, ihre Ohren trocken und sauber, die Schnauze leicht feucht und sauber, die Analregion rein. Die Krallen nicht brüchig, sondern fest und stark. Sie sollte keine Wunden haben, die Zitzen sollten nicht entzündet sein.
Dann wende Dich den Welpen zu: wie verhalten sie sich? Klar kommt es immer darauf an, in welcher Situation Du sie gerade antriffst (schlafen, trinken..). In einer aktiven Phase sind sie verspielt und neugierig, sie agieren untereinander, sind lebhaft, aufgeweckt und munter. Apathisches Verhalten (nicht zu verwechseln mit Müdigkeit) ist ein Warnzeichen!
Wie steht es um ihre Gesundheit? Ihr Fell sollte weich und flauschig sein, sauber und glänzend. Sie sollten gut genährt sein, dh. kompakt und wohlgeformt, aber nicht aufgebläht. Ein dicker, aufgeblähter Bauch kann ein Hinweis auf Parasitenbefall sein. Ihre Augen sollten klar und glänzend, ihre Ohren sauber und trocken, ihre Schnauze leicht feucht und rein sein. Ihr After sauber und frei von Verkrustungen (was ein Hinweis auf Durchfall sein könnte).
Dann wende Dich ihrer Umgebung zu: wo sind sie untergebracht? Die Hunde sollten Familienanschluss haben. Das heißt, am Besten mit im Haus oder der Wohnung des Züchters, oder aber in unmittelbarer Umgebung zum Haus. Wird ihnen genügend Wasser und Futter bereitgestellt? Auf welchem Untergrund bewegen sie sich? Ist ihre Umgebung sauber?

Der Tag der Adoption - den Impfpass checken

Ein seriöser Züchter gibt seine Welpen frühestens (!) mit 8 Wochen ab. Mit der Abgabe solltest Du einen Kaufvertrag und einen Impfpass erhalten. Der Züchter sollte Dich darüber aufklären können, welche Impfungen bereits durchgeführt wurden und welche noch anstehen. In der Regel geben die Züchter ihre Welpen nur noch „gechipt“ ab, dass heißt dem Welpen wurde ein elektronischer Chip mit einer spezifischen Nummer unter die Haut implantiert. Der Chip kann mittels eines Lesegeräts abgelesen werden und dient dem Identitätsnachweis. Die Chipnummer befindet sich im Impfpass. Wenn Du mit Deinem Hund ins Ausland reisen möchtest, dann ist dieser Chip Pflicht!

Damit Welpi kräftig zubeißen kann

Dein Hundekind hat ein Milchgebiss mit insgesamt 28 Zähnen, das mit etwa 6 Wochen vollständig ausgebildet ist. Mit etwa 4-6 Monaten wird das Milchgebiss gegen ein bleibendes Gebiss ausgewechselt, das aus 42 Zähnen besteht.
Während des Zahnwechsels nimmt die Kauaktivität zu und es ist wichtig, den Welpen dabei mit geeigneten Kauartikeln zu unterstützen. Am Besten sind natürliche, also luftgetrocknete Kauartikel, die ihre natürliche Form noch haben (also keine Stangen oder Knochenformen etc.), da die geformten Artikel mit Gas behandelt wurden und oft ungesunde Zusätze enthalten..
Nicht nur während des Zahnwechsels sind geeignete Kauartikel wichtig, sondern während des gesamten Hundelebens. Sie dienen der Zahnreinigung und -pflege und sind (Kau)Grundbedürfnis und wichtige Beschäftigung zugleich. Außerdem läuft rechts und links entlang der Schnauze der Dickdarmmeridian, der durch Fressen, Kauen und besonders Nagen aktiviert wird und so die Verdauung anregt. Bei Verdauungsproblemen generell kann das Kauen/Nagen also unterstützend eingesetzt werden.

Riesen Wachstumsleistung

Dein Hundekind wird innerhalb eines Jahres fast seine gesamte Größe erreichen - sein Knochensystem hat demzufolge Schwerstarbeit zu leisten. Angemessene Bewegung ohne Überlastungen und eine artgerechte Ernährung mit einer optimalen Zusammensetzung unterstützt das (Knochen-) Wachstum.
Dein Welpe hat am Anfang noch ein embryonales Bindegewebe, aus dem eine noch unverkalkte Knochengrundsubstanz hervorgeht. Diese ist also noch relativ weich und reichert erst mit der Zeit Calciumphosphat ein, so dass der Knochen hart und stabil wird. Der Knochen wächst beim Jungtier sowohl in den Wachstums- als auch in im Bereich der Gelenksflächen. In den Wachstumsfugen und an den Gelenksflächen entstehen Knorpelzellen, die im Verlauf der Entwicklung in Knochenzellen umgewandelt werden. Erst gegen Ende der Wachstumsperiode verschließen sich auch die Wachstums- oder Epiphysenfugen der Knochen. Dies sind die letzten weichen knorpeligen Zonen, die bis dahin ein Längenwachstum ermöglicht haben. Überlastungen wie übertriebenes Rumtoben, Hoch- und Runterspringen oder gar Joggen und Radfahren können bleibende Schädigungen am Skelett hinterlassen - also Achtung und Fürsorge!

Die artgerechte Ernährung ist Eure gemeinsame Gesundheitsbasis

Während der Wachstumsphase ist die Zusammensetzung der Nahrung besonders zu beachten, denn sie sollte optimal auf die Bedürfnisse des Knochenwachstums eingestellt sein. Wichtig ist hier v.a. die richtige Mineralstoffzufuhr, vor allem das für das Knochenwachstum so wichtige Calciumphosphat-Verhältnis. Denn der Knochen wird erst hart und stabil, wenn er Calciumphosphat im richtigen Verhältnis anreichert. Der Mineralanteil von v.a. Phosphat und Kalzium  macht letztlich bis zu 50% der Knochensubstanz aus. Das Verhältnis von Calcium zu Phosphat sollte in der Nahrung bei 1,3:1 bis zu 2:1 liegen. Störungen in der Balance des Calciumphosphat-Stoffwechsels gibt es oft und werden besonders durch Fehlernährung mit schwer verdaulichem Trockenfutter, überdosierten Futterzusätzen sowie Bewegungsmangel und kurzzeitig zu starke Anstrengung begünstigt. Die Folgen eines falschen Calciumphosphat-Verhältnisses, also letztendlich einer falschen Ernährung können verschiedene Erkrankungen des Skelettsystems sein. Großwüchsige Rassen benötigen da eine besondere Nahrung, über die Du Dich beim Züchter oder auch bei einem Ernährungsberater erkundigen solltest. Ein langsames, behutsames Wachstum ist wichtig.

Meine Empfehlung ist ganz klar die Rohfütterung

Der Hund ist ein Beutetierfresser, der gesamte Verdauungsapparat des Hundes vom Gebiss bis zur Darmlänge (im Vergleich zu Pflanzenfressern derselben Größe ungefähr um die Hälfte kürzer), über die vom Hund bereit gestellten Verdauungsenzyme, ist auf Fleisch und weitere Bestandteile eines Beutetieres ausgelegt, z.B. Knochen, Fell, Mageninhalt. Eine artgerechte Ernährung bedeutet möglichst nahe an diese ursprüngliche Form der Nahrung heranzukommen.
Eine Rohfütterung oder BARF = Biologisch artgerechte Rohfütterung kommt dieser am nächsten. Hier fütterst Du eine Mischung aus frischem Rohfleisch, Knorpel, Innereien, Gemüse, aufgeschlossenem Getreide wie z.B. Reis sowie hochwertige Ölen und Algen. Jedoch gibt es dabei einiges zu beachten, denn die Zutaten sollten in einer ausgewogenen Kombination und vor allem in der richtigen Menge gefüttert werden. Lass Dich bei der Erstellung von Futterplänen von Experten (Tierheilpraktiker, die sich auf Ernährungsberatung spezialisiert haben und/oder spezielle Ernähungsberaterin/innen für Hunde) beraten.
Es gibt heute schon eine Reihe von Läden, in denen man vor Ort oder per Internet Barfmenüs bestellen kann. Für eine Vorratslagerung empfiehlt sich ein Gefrierschrank.

Solltest Du Dich gegen die Rohfütterung und für die Fütterung mit Fertigfutter entscheiden, dann achte unbedingt darauf, dass es ein hochwertiges und getreidearmes Fertigfutter ist. Bei der Deklarationen sollte an erster Stelle Fleisch stehen und zwar mindestens 60-70%! Bei einem hochwertigen Futter wird das Tier benannt, von dem das Fleisch stammt und auch die Art des Fleisches.
Bei Fertigfutter gilt: Nassfutter ist dem Trockenfutter deutlich vorzuziehen, weil es für den Hund leichter verdaulich ist! Trockenfutter biete Deinem Hund als Hauptmahlzeitbitte immer eingeweicht an. Für eine Trockenfutterration benötigt Dein Welpe ca. 12 Stunden Verdauungszeit, für eine Rohfütterung braucht er im Vergleich nur etwa die Hälfte der Zeit.
Gleich, für welche Fütterungsform Du Dich entscheidest: die Ernährung darf nie plötzlich umgestellt werden. Das bedeutet: zu Beginn gibst Du Deinem Welpen das vom Züchter verwendete Futter und mischst erst nach und nach das Futter Deiner Wahl darunter. So stellst Du Deinen Kleinen behutsam um und seine Verdauung kann sich langsam an das neue Nahrungsangebot anpassen. Bei einem 8 Wochen alten Welpen sind bei in Wasser eingeweichtem Trockenfutter sowie Nassfutter ca. 5, bei der Rohfütterung ca. 7 Fütterungen am Tag nötig. Mit 10 Wochen reduzierst Du die Fütterungen bei Trockenfutter (in Wasser eingeweicht) und Nassfutter auf 3 bzw. 5-6 bei der Rohfütterung. Dein Welpe darf dabei immer so viel fressen wie er möchte. Frisches Wasser sollte immer für ihn bereit stehen! Schokolade oder andere Süßigkeiten sind strikt verboten, genauso wie stark gewürzte Nahrungsmittel.

Parasiten wirkungsvoll bekämpfen

Das Problem bei Wurmkuren - sie wirken nicht prophylaktisch. Sie wirken also nur, wenn tatsächlich ein Wurmbefall vorliegt! Chemische Wurmkuren, vom Tierarzt verordnet, zielen auf die Abtötung der Würmer im Darm ab. Um Endoparasiten, die bekanntlich sehr widerstandsfähig sind, abzutöten, bedarf es starker chemischer Toxine, die natürlich auch für den Hund eine Stoffwechsel - und Darmschleimhautbelastung darstellen. Viele Nebenwirkungen sind möglich, wie z.B. vermehrter Speichelfluss, Hecheln, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Koordinationsstörungen und Lethargie. Zudem entwickeln sich durch zu viel angewendete Prophylaxe zunehmend Resistenzen, so dass, wenn wirklich ein Wurmbefall vorliegt, das Medikament nicht mehr greift.
Viel sinnvoller ist es daher, wenn ein Verdacht auf Wurmbefall vorliegt, oder wenn man einfach auf Nummer sicher gehen will, eine Kotprobe (Kot von drei hintereinander folgenden Tagen) beim Tierarzt abzugeben. Dieser bestimmt in kurzer Zeit über Mikroskopie (meist um die 10 Euro), ob Würmer oder Eier im Kot sind.
Wie kannst Du erkennen, ob Dein Hund von einem Parasitenbefall betroffen ist? Beobachte den Kot: ist er (wiederholt) schleimig, blutig, wässrig oder sind gar Würmer zu erkennen? Hat Dein Hund Durchfall? Bitte achte auch auf körperliche Symptome: Erbrechen, Kolikerscheinungen, aufgeblähter, druckempfindlicher Bauch, Abmagerung, Entwicklungsstörungen, struppiges Haarkleid bis hin zur Anämie, Rachitis, mangelnde Belastbarkeit, dies kann alles auf einen Parasitenbefall hindeuten.
Es ist immer möglich, dass Dein kleiner von Würmern befallen wird - also keine Panik. Dein Welpe bekommt keine Muttermilch, die ihn sonst sowohl mit Nährstoffen, als auch mit Antikörpern versorgt hat. Im neuen Zuhause erkunden Hunde ihre Umgebung intensiv, schnuppern und lecken an vielerlei Dingen (z.B. auch an Kot). Eine Futterumstellung, welche die Entwicklung der Darmflora beeinflusst, kann die Empfänglichkeit für Würmer ebenfalls erhöhen. Auch durch das Fressen von Aas, kleinen Beutetiere wie Mäusen oder durch die Fütterung mit rohem Fleisch können Würmer in den Organismus des Hundes gelangen. Flöhe können Würmer übertragen und werden bei der Fellpflege vom Hund  aufgenommen.
Bestätigt der Tierarzt einen Wurmbefall, der mit den klassischen Entwurmungsmitteln therapierbar ist: dann erst macht es Sinn, dem Hund eine Wurmkur zu verabreichen. Danach ist es jedoch ganz wichtig, die Darmflora des Tieres wieder aufzubauen und sein Immunsystem zu stärken. So können sich in Zukunft Parasiten nicht mehr so leicht einnisten. Zur Prophylaxe gegen parasitären Befall eignen sich daher bestens Aufbau und Pflege einer gesunden und damit widerstandsfähigen Darmflora und eines gesunden Immunsystems. Dafür eignen sich u.a. sehr gut Kräutermischungen, auch effektive Mikroorganismen, passende homöopathische Mittel und weitere Naturprodukte, wie etwa Heilmoor. Bei der individuellen Wahl und Verabreichung kann Dich der Tierheilpraktiker unterstützen.

Impfungen - nicht alles auf einmal!

Impfungen dürfen nur von einem Tierarzt vorgenommen werden.
Die Grundimmunisierung beim Welpen besteht in der Regel aus 1-2(3) Impfungen im Abstand von mehreren Wochen. Durch die Grundimmunisierung wird eine belastbare Immunität erzielt, die durch regelmäßige Auffrischimpfungen erhalten werden kann. Normalerweise bedeutet dies: Die Impfung erfolgt beim Welpen erstmals im Alter von acht Wochen, dann nach vier Wochen. Im Folgenden findest Du die Infektionskrankheiten beim Hund, gegen die der Welpe beim Tierarzt normalerweise im Zuge der Grundimmunisierung geimpft wird:

- Leptospirose: Impfung erstmals im Alter von acht Wochen, dann nach vier Wochen, danach jährliche Auffrischung.
 - Zwingerhusten: bereits eine Impfung schützt den Hund ein Jahr vor Zwingerhusten, auch durch lokale Applikation, z.B. in die Nase verabreichbar.
- Canine Parvovirose: Impfung erstmals im Alter von acht Wochen, dann nach vier Wochen, mit 16 Wochen und nach 15 Monaten, danach Impfintervalle von drei Jahren.
- Staupe: Impfung erstmals im Alter von acht Wochen, dann nach vier Wochen und nach 16 Wochen noch einmal. Ab dem zweiten Lebensjahr Wiederauffrischung im dreijährigen Rhythmus empfohlen.
- Hepatitis contagiosa canis (H.C.C.): Impfung erstmals im Alter von acht Wochen, dann nach vier Wochen, danach alle drei Jahre Auffrischung.
- Tollwut: Impfung erstmals im Alter von acht Wochen, dann nach vier Wochen, danach anhängig vom verwendeten Impfstoff, meist alle drei Jahre Auffrischung.
Mit Ausnahme der Tollwutimpfung für das europäische Ausland, hat man als Halter in Deutschland nicht die gesetzliche Pflicht, den eigenen Hund impfen zu lassen. Für Länder außerhalb der EU gelten jeweils individuelle Richtlinien, die Du bei Deinem Tierarzt oder beim Veterinäramt erfragen kannst.
Die meisten Tierärzte impfen mit Kombinationspräparaten, sprich den sog. 5-fach oder 6-fach Impfungen, in denen bereits alle oben aufgezählten Impfstoffe enthalten sind. Für einen Hund stellen diese Kombinationsimpfstoffe bzw. (meist eben dreimal hintereinander erfolgenden) Mehrfachimpfungen eine erhebliche Belastung dar und können ernste Probleme mit sich bringen. Zum Einen muss der Körper auf einmal mit unterschiedlichen Erregern fertig werden, zum anderen ist in Impfstoffen z.B. eine Quecksilberverbindung enthalten, die hochgiftig ist und das Nervensystem schädigen kann. Weitere chemische Zusätze können z.B. Autoimmunerkrankungen oder Epilepsie etc. auslösen. Und natürlich gibt es, wie bei uns Menschen auch, eine ganze Reihe von häufiger auftretenden Impfnebenwirkungen.
Einen ausführlichen und informativen Artikel gibt es darüber auf der Homepage:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/impfungen-tiere-ia.html, der u.a. auf dem Buch „Hunde impfen mit Verstand“ von Monika Peichl, ISBN-10: 3-9811259-0-8 basiert.
Ein Zitat daraus: „Wir sind nicht gegen Impfungen. Doch sind wir gegen überflüssige Impfungen, die zwar dem Tierarzt nutzen, unseren Tieren aber schaden.“
Generell ist also eine Impfung umso belastender für den Organismus, je mehr Impfstoffe sie enthält, weshalb – wann immer nötig – möglichst Einzelimpfungen verabreicht werden sollten. Es gibt die sechs oben aufgezählten Impfstoffe tatsächlich auch als Einzelimpfstoffe oder zumindest als 2-fach-Impfung (z.B. Kombinations-Lebendimpfstoff gegen Staupe und Parvovirose). Jedoch werden die Einzelimpfstoffe heutzutage so gut wie überhaupt nicht mehr verabreicht, sondern routinemäßig als Kombinationspräparate geimpft. Nur wenige Tierärzte führen die Impfstoffe noch einzeln (oder evtl. auf Anfrage) und es ist möglich, das Tier beispielsweise nur gegen Tollwut und Leptospirose zu impfen, wenn man sich dafür entscheidet. Gegen welche Infektionskrankheiten Du Deinen Welpen impfen lässt, ist Deine Entscheidung. Ich möchte hier kein Statement abgeben, was ich an Deiner Stelle für Impfungen vornehmen würde, berate Dich aber natürlich gerne dazu. Ich finde es bei diesem Thema ganz wichtig, sich selbst ausführlich darüber zu informieren und sich ein Bild davon zu machen, und dann auf dieser Basis zu entscheiden. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich beim Tierarzt darüber zu informieren, welche Infektionskrankheiten derzeit auf dem Vormarsch sind und welche für den Welpen tatsächlich tödlich enden können. Welpen aus dem Ausland sollte man prinzipiell gründlich beim Tierarzt untersuchen lassen. Dieser kann Dich auch dazu beraten, welche Infektionskrankheiten ggf. dort auftreten und welche gefährlich für Deinen Welpen sind.
Noch ein genereller wichtiger Tipp: Geimpft werden sollte Dein Welpe ausschließlich dann, wenn er vollkommen gesund ist! Der Tierarzt sollte ihn also vor der Impfung gründlich untersuchen und Dich ausführlich zu den verschiedenen Impfungen beraten und aufklären.

Helfer des Vertrauens

Tierarzt und Tierheilpraktiker können sich wunderbar ergänzen.  Für Dich und Deinen Welpen ist es in erster Linie wichtig, dass Ihr einen vertrauensvollen Ansprechpartner in Gesundheitsfragen vor Ort habt. Auch Hunde können krank werden und da ist es beruhigend zu wissen, wohin man sich wenden kann!
Naturheilkunde und Schulmedizin gemeinsam bieten für Deinen Welpen eine optimale Gesundheitsvorsorge.
Als Tierheilpraktikerin arbeite ich ganzheitlich und meine Aufmerksamkeit ist dabei in erster Linie auf die Zusammenhänge im Körper und der Stärkung der Selbstheilungskräfte gerichtet.

Zu guter Letzt noch ein ganz wichtiger Hinweis auf eine eine Notfallapotheke!

Auf der nachfolgenden Webseite findest Du eine Aufstellung wirksamer Mittel, mit denen Du Deinem Hund im Notfall schnell und zuverlässig helfen kannst!: http://www.berlin-tierhomoeopathie.de/hom_notfallmittel.html Gerne stimme ich mit Dir Deine Notfallapotheke noch einmal ab! Gerne bin ich auch bei weiteren Gesundheitsfragen für Dein Hundekind und Dich da!

Ivonne Cherubini


Kontakt:
 
Postanschrift:
Ulmenweg 5
78050 Villingen-Schwenningen
Telefon:
07721 / 9163154
0179 / 2340695
homepage:
www.thp-cherubini.de/
Mail:
thp-cherubini@web.de

Vita

Jg. 1981, hat an der Universität Bonn Geologie/Paläontologie studiert. Bis 2014 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen GeoForschungsZentrum in Potsdam tätig und promovierte zum Dr.rer.nat. im Bereich 3D-Modellierung an der Universität Potsdam. Nach ihrer Promotion 2014 begann sie eine Ausbildung zum Hund-Mensch-Coach bei der Human- und Tierpsychologin Dr. Angie Mienk in Schweden und ihre Ausbildung zur Tierheilpraktikerin. Nach einem Praktikum in einer Kleintierpraxis war sie dort über ein Jahr als Mitarbeiterin tätig. Anfang 2017 eröffnete sie ihre mobile Tierheilpraxis. Ihre Arbeitsschwerpunkt sind: Klassische konstitutionelle Homöopathie, Biochemie nach Schüßler, Bach-Blütentherapie und Australische Buschblüten-Therapie. Daneben arbeitet sie als Dozentin an den Paracelsus Schulen und bietet Seminare für Tierhalter, z.B. zu den Themen artgerechte Tierernährung und Haltung bei Kleintieren sowie naturheilkundliche Behandlungsmethoden an.

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut

Autorin/Foto: Kathrin Richter, 10.12.2016

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!
Soziale Werte - von Johann Wolfgang von Goethe in 3 poetische Worte gefasst! Diese Werte stecken in uns, machen uns menschlich! Zu bestimmten Anlässen, wie etwa zur Geburt eines Kindes, in der Weihnachtszeit - aber auch dann, wenn wir jemandem helfen oder ihm eine Freude bereiten, weil es uns ein Bedürfnis ist, erinnern wir uns dieser Werte, wollen edel sein, hilfreich und gut. Wir fühlen uns wohl in dem Wissen, einen Anteil an etwas Großem, Gutem zu haben. Wir gehören dazu. Die magischen Momente einer solchen Selbstlosigkeit sind rar geworden in unserem alltäglichen Leben. Zunehmend ist unsere Hilfe an Bedingungen und Gefälligkeiten geknüpft, die mehr dem menschlichen Eigennutz dienen, als den eigentlichen inneren Werten, derentwegen wir uns gut fühlen würden und die unser Dasein als eine gemeinwohlorientierte Spezies begründen. Hinter edlen, hilfreichen und guten Fassaden treffen wir allzu oft auf extreme Egozentrik. Während einige sich über solche Fassaden geschickt als „Gutmenschen“ profilieren, sind andere überzeugte Mitläufer des „Gutmenschentums“, ohne tiefer zu hinterfragen und doch im festen Glauben, wirklich Gutes zu tun.

Mitläufer - nichts (anderes) sehen, hören, riechen, sagen

Mitlaufen - eine recht gefährliche menschliche Schwäche, welche gesellschaftlich gezielt gesteuert, geschichtlich bewiesen, verheerende zerstörerische Ausmaße annehmen kann. Gerne würde ich an dieser Stelle schreiben, dass die Menschen aus der Geschichte gelernt hätten! Auch gegenwärtig entscheidet der Mensch eigennützig über anderes Leben, wo er meint, es sei dem seinen untergeordnet, sei weniger Wert. Natürliches Leben wird verändert, beherrscht, kontrolliert und ausgenutzt – berechnend für den eigenen Vorteil, um sich selbst besser darzustellen, um davon zu profitieren. Der rücksichtslose Mensch greift vergiftend in eine Natur ein, die gesetzmäßig allein in der Lage wäre, sich zu erhalten, anzupassen und zu erneuern. Die Ausmaße dieser und somit unserer eigenen „Vergiftung“ erleben wir global und lokal jeden Tag: Hunger, Naturkatastrophen, Krankheiten, Artensterben ... Hass, Krieg. Auch wenn wir Menschen Stück für Stück unser Naturbewusstsein wiederentdecken, sind wir doch noch Teil eines stetig gewachsenen Mensch=Gott-Komplexes, den abzulegen uns aus verschiedenen Gründen schwer fällt. Der Eigennutz steht uns dabei unerbittlich im Weg!

Der Hund als Kronzeuge des menschlichen Eigennutzes

Er ist schon eine sehr lange Zeit der Begleiter des Menschen, unser Haushund. Als Mensch und Wolf vor mehr als 30 Tausend Jahren aufeinander trafen, lernten sie voneinander und kooperierten miteinander, was beiden Seiten eine erfolgreichere Jagd, Nahrung und somit ein Überleben sicherte. Wissenschaftler vermuten, dass einige Wölfe mit einer geringeren Fluchtdistanz vermehrt die Nähe des Menschen suchten und zum Haushund domestizierten. Außerdem spielten ähnlich soziale Strukturen in den jeweiligen Familien eine bedeutende Rolle für diese Annäherung. Auf seinem langen Weg bis heute spiegelt der Hund die Höhen und Tiefen einer einzigartigen Verbindung mit uns Menschen, angefangen vom unerlässlichen Jagdpartner und Beschützer bis hin zum genetisch mutierten Spezialisten und kranken Modehund der heutigen Zeit. Hunde gaben und geben selbstlos und bereitwillig ihre Liebe, Treue und Arbeitsleistung in die Mensch-Hund Partnerschaft. Sie leisten Großartiges in einer Vielzahl von Jobs, insbesondere dort, wo ihre einzigartigen angeborenen Fähigkeiten (Riechleistung, Orientierungssinn u.a. siehe Sinne) für uns Menschen unerlässlich sind.

Helfer und Maschinen

Der Arbeitshund an sich bildet gegenwärtig bei einigen Hunderassen einen eigenständigen Zweig in der Hundezucht. Modernste Vererbungserkenntnisse ermöglichen die Herauszüchtung extremer Arbeitseigenschaften. Manche Hunde reagieren auf Schlüsselreize gewollt wie (Kampf)Maschinen! Unter dem Vorwand der artgerechten Auslastung, offensichtlich jedoch eher zur Egobefriedigung ihrer Besitzer, werden diese Hunde auch häufig für umstrittene Sportarten benutzt. In einer technisierten Welt voll mit hoch entwickelten Maschinen sowie modernen Sport- und Spielgeräten wird ein Lebewesen als solches benutzt und verheizt! Es existieren Zuchtstätten, die für bestimmte (auch behördliche) Bedarfe Welpen produzieren. Von diesen arbeitswilligen Hüte-, Jagd- oder Schutzhunden finden längst nicht alle ihre Erfüllung bei Menschen, denen sie ihre Arbeitsleistung zur Verfügung stellen könnten. Überzählige und ungeeignete Welpen werden unabhängig ihrer genetischen Veranlagung ausgesondert und oft an unbedarfte Hundemenschen verhökert. Andere Hunde wiederum werden nach geleisteter Arbeit, manchmal nur für eine Saison, von narzisstischen Menschen entsorgt. Grausamkeiten gegen Hunde, die für ihre Besitzer keinen (finanziellen) Nutzen mehr bringen gibt es überall! Finden diese gequälten und abgeschobenen Hunde ihren Weg in eine normale Familie haben sie es oft schwer, Akzeptanz sowie ein Aufgabenfeld zu erlangen und zum Menschen (wieder) Vertrauen zu fassen. Gesellt sich dann noch eine Erwartungshaltung, Ungeduld und Unverständnis der Menschen für den Hund dazu, ist eine leidvolle Trainings-Therapie - Odyssee bis hin zur (erneuten) Tierheimabgabe oder schlimmer vorprogrammiert.

Die Hüter der Rasse

Während sich also die Zucht des Arbeitshundes immer weiter spezialisiert, setzt die heute weit verbreitete Liebhaber- oder auch Schönheitszucht weniger auf die Arbeitsleistung eines Hundes als auf sein Aussehen! Am Größten, am Kleinsten, am Schönsten, am Niedlichsten – des Menschen Extreme kennen dabei keine Grenzen. Wer sich heute in der Hundezucht von der Masse absetzen möchte, setzt auf höher, schneller, weiter! Ein Lebewesen wird nach Gutdünken des Menschen genetisch und häufig krank machend verändert. Es wird missbraucht und benutzt um des Menschen Wunsch nach außergewöhnlichen auffallenden Begleitern, die ihn selbst außergewöhnlich und auffallend machen sollen, zu erfüllen! Dies gilt übrigens für die Arbeits- und Schönheitszucht gleichermaßen! Eine immer geringer werdende Lebenserwartung dieser Hunde wird von den Züchtern, den eigentlichen Hütern der Rasse, billigend in Kauf genommen – ist man sich doch so des stetigen Absatzes seiner Welpen an den Liebhaber sicher! Rassehundwelpen haben einen stattlichen Preis! Begründet wird dieser durch einen lupenreinen Stammbaum über mehrere Generationen und meist hochdekorierte Elterntiere, die dann auf des Welpen Ahnentafel – dem Echtheitszertifikat - nachzulesen sind. Die Garantie für einen gesunden Hund kann eine Ahnentafel längst nicht mehr geben! Dazwischen stehen die kleinen Züchter, die sich wirklich und wahrhaftig als die Hüter IHRER Rasse verstehen: Sie züchten mit Herzblut und Leidenschaft und ihre oberste Priorität besteht in der Gesunderhaltung ihrer Rasse. Leider ist dieses Ziel heute in einigen Rassehundzuchten nicht mehr vertretbar, was schon manchen Züchter zur Aufgabe seines Lebenswerkes bewegte. Es gibt gar Hunderassen, bei denen Herzleiden, Augenerkrankungen und und und schon so fest in den Genen verankert sind, dass eine Gesundung der Rasse beinahe aussichtslos ist! Hier versagen massenweise Zuchtverbände (auch hier spielt der Eigennutz Einzelner eine große Rolle), die sich eigentlich per Statut für die (Gesund)Erhaltung der Rasse einsetzen woll(t)en! Den Hundekäufer interessieren derartige Probleme weniger. Wer an Echtheitspapieren für sein zukünftiges Familienmitglied kein Interesse hat, kauft einen Welpen beim mehr oder weniger seriösen Hobbyzüchter für einige hundert Euro billiger, oft im näheren Ausland oder über einen Händler, wobei die Herkunft der Hunde häufig sehr ominös ist. Gerade Modehunde finden über diesen Weg reißenden Absatz! Ein passender Hund zur modischen Handtasche oder umgekehrt, zum Joggen einen Hund, mit dem man eine gute Figur macht, Promi XY hat auch so einen - mit der Mode gehen, INN sein, will fast jeder! Ein fühlendes Lebewesen, dem es total egal ist, wie seine Menschen aussehen, wo sie wohnen und was sie besitzen, wird als Assessoire kreiert. Dieses Assessoire wird entweder teuer als Designerstück verkauft oder die billige Variante als Ramsch verscherbelt.

Kapitalismus und Hundemarkt

Hat ein Modetrend erst einmal den Mainstream (den Willen der Masse) erreicht wird der „Hundemarkt“ gemäß den guten alten Marktwirtschaftsgesetzen mit diesen trendigen Welpen überschüttet. Nicht wenige Züchter produzieren unter ihrem Zwingernamen verschiedene gerade moderne Hunderassen - oft ein florierendes Geschäft unter dem Mantel der familiären Hobbyzucht! ... und die Menschen konsumieren, konsumieren, konsumieren. Die Frage, ob die Familie überhaupt die Bedürfnisse dieses Lebewesens Hund erfüllen kann, stellt sich nicht! Der Hund ist (nur) ein weiteres Konsumprodukt, welches den kurzzeitig geweckten Bedarf, genau DEN besitzen zu müssen, befriedigt und bei Nichtgefallen (!?!) oder einer Trendwende (ein anderes Spielzeug ist plötzlich „INN“) zurückgegeben oder entsorgt werden kann. Eine Trendwende läutet eine Abgabewelle von zu viel produzierten Welpen, Zuchttieren und plötzlich auffälligen Hunden in die Tierheime ein. In Tierschutzkreisen geht man heute davon aus, dass für jeden gezüchteten Hund woanders ein Hund entsorgt wird.

Hunderetten ist INN

Als Hundemensch heute meint man in einschlägigen Kreisen „Inn“ zu sein, wenn man mindestens einen geretteten Hund aus dem Tierschutz vorweisen kann. Es ist INN heute, die weggeworfenen Abfallprodukte einer dekadenten und unmoralischen menschlichen Lebensweise als der erlösende Retter in sein Heim aufzunehmen. Marktwirtschaft und der Eigennutz der Menschen bieten auch hier ein weites Gewinnpotential. Das Geschäft um den geschundenen Hund boomt. Besonders makaber - es werden Hunde genau für diesen Retter-Markt gesammelt, gezeugt, wie man es auch immer nennen mag. In manchen Ländern werden von der Regierung pro Kopf Gelder für jeden eingesammelten oder getöteten Hund gezahlt. Ein lohnenswertes Geschäft, welches nur mit Nachschub Gewinn abwirft und weder mit Aufklärung noch Kastrationsaktionen vor Ort gestoppt werden kann. Für viele Tierschutzorganisationen ist es schwer, sich nicht im Geflecht aus Tierliebe, Eigennutz, Aufmerksamkeitshascherei und Gefälligkeiten zu verfangen. Bilder von niedlichen Welpen unter allzu schlechten Haltungsbedingungen, magere apathische Hunde hinter Gittern in Tötungsstationen, deren Hinrichtungstermin schon überschritten ist, appellieren an des Menschen Gewissen. Je schlimmer die Fotos desto größer der Aufschrei! Unser Helferbedürfnis „Ich will Gutes tun“ wird mit dem des Dazugehörens kombiniert. Beides gemeinsam lässt sich skrupellos ausnutzen – IMMER auf Kosten des Hundes. Es sind wir Menschen, wir alle, die genau diesen verheerenden Konsum-Kreislauf erschaffen! Der Hund wird heute einerseits zum vorzeigbaren (Mode)Statussymbol erhoben und auf der anderen Seite als erniedrigter Prügelknabe unserer eigenen menschlichen Unzulänglichkeiten geschunden! Der Hund zahlt einen hohen Preis für unseren unbändigen Wunsch, uns auf Kosten anderer besser darzustellen, immer und überall Dazuzugehören und ständig INN zu sein!

Aber - müssen wir tatsächlich Teil des Mainstreams (dem Willen der Masse) sein?

Evolutionsbiologisch betrachtet steckt in uns Menschen instinktives Urzeitdenken: Das Zusammenleben in einer Sippe ermöglichte in der Steinzeit ein Überleben! Die soziale Gruppe befriedigte sämtliche (seelischen) Grundbedürfnisse. Der Ausschluss aus der Gruppe bedeutete den Tod. Darum wollen wir noch heute auf jeden Fall irgendwo dazugehören und passen uns unabhängig von dem, was wir eigentlich wollen, der Masse an. Diese Anpassung wird uns heute ziemlich leicht gemacht. Überall werden wir mit vorgefertigten Meinungen eingelullt, sie nehmen uns das eigenständige Denken ab – wie bequem. Dieser Prozess ist gesellschaftlich gewollt, da wir so bestens gesteuert, regiert, werden können und flexibel beeinflussbar sind. Als menschliche Marionetten laufen wir künstlich kreierten Trends hinterher, die über die Medien heute punktgenau in sekundenschnelle an den potentiellen Empfänger geleitet werden. Diese Trends vermitteln uns das trügerische Gefühl, davon ein Teil sein zu müssen, machen uns blind für das wahre Um-Uns-Herum und lenken absichtlich vom aktuellen Zeitgeschehen ab! Wir gehören der Masse, nicht mehr uns selbst. (Über) Leben und Selber Denken Machen wir uns bewusst, dass wir heute überleben, auch wenn wir zu bestimmten Menschengruppen nicht mehr dazu gehören! Plötzlich können wir wieder selbst denken. Wir können selbst entscheiden, wie wir leben wollen! Wir sind nicht abhängig von dieser Zugehörigkeit sondern können unsere Sozialpartner selbst bestimmen. Die intakte Familie als kleinste soziale Einheit sowie gleichgesinnte Freunde erfüllen den sozialen Part des Dazugehörens! Selbst in der Adoption (oder Anwesenheit) eines Hundes können wir diesen Part wiederfinden! Wir werden uns unserer menschlichen Werte, Ansichten und Verhaltensweisen bewusst, können diese selbstbestimmt nach außen tragen und leben!

Es fühlt sich gut an, selbst über sein Leben zu bestimmen!

Mit einem solchen „Sinneswandel“ geht zumeist auch eine Veränderung unserer Einstellung zum Leben und zur Natur einher! Wir begreifen Zusammenhänge und erkennen unsere Schlüsselrolle in dem großen Naturschauspiel, was uns allseits umgibt. Wir stellen fest, dass die Natur durchaus imstande ist, ohne uns zu überleben! Unser Überleben ist jedoch von der Natur abhängig! Dies endlich zu begreifen bringt den festsitzenden Mensch=Gott-Komplex zu Fall! Unser Hund als ein Stück Natur fühlt sich auf wunderbare Weise anders wahrgenommen. Er erkennt in uns den zuverlässigen vertrauenswürdigen Sozialpartner, den er für ein erfülltes Hundeleben benötigt! Wir verstehen unseren Hund besser, wissen und akzeptieren, warum er ist wie er ist und warum er gerade das macht, was er macht. Wir können real unser Vermögen einschätzen uns auf weitere Lebewesen mit Bedürfnissen einzustellen oder um zu erkennen, dass dieses Vermögen ausgeschöpft ist. „Gutes Tun“ bekommt in dem Zusammenhang eine ganz andere Wertigkeit, weil sich dieses Bedürfnis aus natürlichen und uns möglichen Gesichtspunkten entwickelt und nicht durch die Masse bestimmt wird.

Edel, hilfreich und gut!

Mit der Änderung Deiner inneren Einstellung entfaltest und lebst Du Deinen EIGENEN STANDPUNKT und DEIN LEBEN!

Die primäre Rolle des Menschen für das Hundeleben (für alles uns anvertrautes Leben) heute liegt auf der Hand – die Hunde (Tiere) unserer Zeit sind von uns anhängig – hier und jetzt. Ob Züchter, Tierschützer oder (Hunde) Mensch, alle tragen wir gemeinsam die Verantwortung. Diese Verantwortung reicht weiter als nur bis zur eigenen Haustür. Dahingehend getroffene Entscheidungen eines jeden Einzelnen haben immer weiterreichende Konsequenzen - PRO oder CONTRA Hund!

Quellen: Dieser Artikel spiegelt meine persönlichen Erfahrungen und die von Züchter-, Tierschutz- und Hundefreunden, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben. Über das Wesen der kapitalistischen Gesellschaft, in der wir heute leben, sollte sich jeder mit offenen Augen und Ohren und mit offenem Herzen selbst ein Bild machen. Gibt man "Kapitalistische Gesellschaftsordnung" in eine Suchmaschine ein begegnen einem Namen wie Marx, Engels und Lenin und genau bei diesen altehrwürdigen Philosophen und Gesellschaftskritikern wird der Suchende fündig. Ab und an erklären uns auch Kabarettisten wie Lisa Fitz, Volker Pispers, Erwin Pelzig u.a. die heutige Welt, da lohnt es sich immer, mal ernsthaft hinter die "Lacher" zu schauen!

Kathrin Richter


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Vita

Aufgewachsen in einer Familie mit Schäferhunden (Zucht, Ausbildung) habe ich selbst Deutsche Schäferhunde gezüchtet und ausgebildet. Außerdem leitete ich über viele Jahre einen eigenen Verein und war dort verantwortlich für verschiedene Sportarten. Noch während der tierpsychologische Coachingausbildung gründete ich die Privatinitiative Pfotenpenne, das Vierbeinerforum Rostock mit einem jährlichen wissenschaftlichen Symposium folgte. Ich bin verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder!
In unserem Haushalt leben immer mehrere Hunde verschiedener großer und kleiner Rassen und 2 Katzen. Außerdem gehören zu unserer Familie eine kleine Schafherde und weitere Haustiere.